Commonie├źn

Stichting PRO introduceerde voor het Nederlands taalgebied het woord commonie. Het komt
van het woord common dat al eeuwenlang gebruikt wordt in Engeland voor gemeenschappelijke weidegronden. Nobelprijswinnaar Elinor Ostron heeft het begrip opnieuw uitgewerkt.
Het woord common of commonie is wereldwijd in zwang geraakt voor wat wij in Nederland op
dit moment de participatie samenleving noemen.
Vooral in Duitstalige landen is het in vernieuwingsbewegingen het gesprek van de dag. Silke Helfrich van de Heinrich-Böll-Stiftung heeft er een dagtaak aan.


De commonie is het organisatiemodel voor mensen die gezamenlijk verantwoordelijkheid nemen voor hun omgeving: wijkparken, dorpswinkels, stadstuinen, energiecoöperaties, repair cafés, wooncollectieven, zorgcoöperaties, voedselgemeenschappen enz. De nieuwste initiatieven zijn Scholencoöperatie Zeeland, Breedband Bergen (N.H.), Gebiedscoöperatie Westerkwartier (Gr.).



Onderstaande teksten komen uit het afgebeelde boek van 528 blz. en kost € 24.80.

Die Occupy-Bewegung tragt ein Unbehagen auf die Straße - weltweit.
Sie stellt Profitmaximierung an den Pranger und der Politik einen Misstrauensantrag. Denn die Preise für Lebensmittel, Wasser und Boden steigen, und begrenzt verfügbare Guter, wie die Meere oder Walder, werden rücksichtslos ausgebeutet. Wissen und Ideen indes, unsere wichtigsten produktiven Ressourcen, sind zwar in Fülle vorhanden - doch sie werden behandelt, als waren sie knapp. Die ernüchternde Diagnose lautet: Sowohl Markt als auch Staat versagen. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Verantwortung für Gemeinguter, eine Renaissance erleben - nicht erst seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom. Commons sind wichtiger denn je. Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern schöpfen aus der Fülle. Sie sind produktiv, ohne in erster Linie für den Markt zu produzieren. Sie existieren durch und für die Menschen und lösen konkrete Probleme. Dieser Band mit Beitragen von 90 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und ein Wegweiser fur eine neue Politik sein kann.


Eine Politik der Zukunft gestalten - das ist ein hoher Anspruch. Die Heinrich-Böll-Stiftung möchte sie mitgestalten und unterstützt deshalb weltweit Vordenkerinnen und Vordenker, Pionierinnen und Pioniere sozialer und ökologischer Innovationen, die wir für die notwendige Transformation unserer zerstörerischen Wirtschaftsweise dringend brauchen. Die Protagonisten der Commons-Debatte sind solche Pioniere. Sie engagieren sich lokal und international gegen die weitere Privatisierung und Kommerzialisierung von Natur, Wissen, öffentlichem Raum und für eine andere Form der institutionellen Organisation. Die Commons eignen sich für eine große Erzählung. Ihr Potential besteht darin, soziale Innovation als entscheidenden Hebel gesellschaftlicher Transformation zu entwickeln. Dieser Hebel ist eben nicht technologischer Fortschritt und Effizienzgewinn und auch nicht der Export gesellschaftlicher Partizipation oder demokratischer Institutionen. Bei den Commons, den Gemeingütern, geht es vor allem um die Frage, wie sie durch die Stärkung vertrauensvoller und fairer sozialer Beziehungen geschützt und weiterentwickelt werden können.

Der Commons-Diskurs überwindet die Kategorien der herrschenden politischen und wirtschaftlichen Ordnung. Er identifiziert die Beziehungen von Belang und deren operative Logik - sowohl in der Art, wie wir produzieren, als auch in der Art, wie wir unsere gesellschaftlichen Verhältnisse ordnen. Commons bieten uns die Möglichkeit, die Dinge so beim Namen zu nennen, dass wir nicht blindlings die Fiktionen der alten Ordnung wiederholen, etwa: dass nur das Wirtschaftswachstum unsere sozialen Missstände zu lösen im Stande sei oder dass Regulierung die ökologische Krise meistern könne. Wir brauchen ein Umdenken, neue soziale Praktiken und einen neuen Diskurs, so dass sich die Funktionsprinzipien dieser großen Erzählung und mit ihnen eine neue »Regierungsweise« (Governance) durchsetzen können. Nennen wir sie Commonance. Die Governance der Commons.
Worte haben performative Kraft. Sie gestalten die Welt. Deshalb ist es alles andere als Phantasterei, nach einer Sprache zu suchen, die die Grundmuster der Commons-Praxis spiegelt. Diese Praxis nennen wir Commoning. Schon in dem Moment, in dem wir die Sprache der Commons nutzen, beginnen wir, eine andere Kultur zu schaffen. Wir hören auf, Kunden oder Manager zu sein, Businessmodelle, Vertriebsoptimierungs-plane und Alleinstellungsmerkmale zu ersinnen oder uns permanent mit den Konkurrenten abzugleichen. Wir beginnen, in Beziehung zu sein, als Commoners, eine Kultur der Treuhänderschaft, Mitverantwortung und Teilhabe für die gemeinsamen Ressourcen zu entwickeln und zugleich das Recht auf die Gestaltung des eigenen Lebensraums und der eigenen Lebensverhältnisse zu verteidigen. Wir erkennen uns als interaktive Akteure größerer Gemeinschaften und Zusammenhange. Das ist unserer Individualität nicht abträglich, aber es prägt unsere Vorlieben, Perspektiven, Werte und Verhaltensweisen, kurz: wer wir sind.
Wir sind keine isolierten, atomistischen Wesen, keine Amöben, denen nichts Menschliches anhaftet außer utilitaristischen Präferenzen, die auf dem Markt verhandelt werden. Nein: Wir sind kreative, unverwechselbare Individuen als Teil von vielfältigem Größerem. Commoners. Zweifellos haben wir auch unattraktive Züge, die aus individuellen Ängsten und unserem Ego resultieren, aber wir sind in der Lage zur Selbstorganisation und zur Zusammenarbeit. Wir streiten für Fairness und soziale Gerechtigkeit, tragen bei zum Allgemeinwohl und zur Sorge für künftige Generationen.


Binnenkort verschijnt:

    Johannes Heimrath, Die Commonie.

Verder:

     Andreas Exner und Brigitte Kurtzwald, Solidarische Ökonomie und Commons.

     Andrea Baier e.a., Stadt der Commonisten.

     Oya nrs. 1 en 20, oya-online.de

Ook hoofdstukken in:

     P.M. Kartoffeln und Commons.

     Konny Gellenbeck, Gewin für Alle.

Zie ook de gidsen bij Van Werelddorp naar Werelddorp.



 



 



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